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28.09.2018

Pferdegesundheit

West-Nil-Virus-Infektion bei einem Pferd in Brandenburg


Am 24.09.2018 wurde zum ersten Mal in Deutschland bei einem erkrankten Pferd in Brandenburg West-Nil-Virus als Erkrankungsursache festgestellt.

Das West-Nil-Virus kommt ursprünglich aus Afrika. In Europa wurde das Virus Anfang der 1960er Jahre erstmals in Frankreich festgestellt. Seither wurden Infektionen bei Vögeln, Menschen und Pferden aus süd- und südosteuropäischen Ländern gemeldet.

Das Virus tritt hauptsächlich bei Wildvögeln auf. Aber auch Mensch und Pferd sind für die Infektion empfänglich. Die Übertragung des Virus erfolgt durch blutsaugende Mücken.

Die Mehrzahl West-Nil-Virus infizierter Pferde entwickelt wie auch der Mensch keinerlei Krankheitserscheinungen. Einige Pferde können jedoch auf Grund von Hirn- und Hirnhautentzündungen klinische Symptome wie Stolpern, Ataxien, Nachhandlähmungen, allgemeine Schwäche, Muskelzittern und Lähmungen bis zum Festliegen entwickeln. Bei einem Teil der erkrankten Pferde führt die Infektion zum Tode oder es können neurologische Schäden zurückbleiben.

Eine spezifische Behandlung ist nicht möglich. Die Krankheitserscheinungen können nur symptomatisch behandelt werden. In Deutschland stehen Impfstoffe für Pferde gegen West-Nil-Virus Erkrankungen zur Verfügung.

Umfangreiche Informationen zum Thema „West-Nil-Virus-Infektionen bei Pferden“ erhalten Sie auf der Homepage des Friedrich-Loeffler-Instituts, Bundesforschungsanstalt für Tiergesundheit, unter www.fli.de.

Dr. Klaus Banzhaf

Pferdegesundheitsdienst der

Tierseuchenkasse Baden-Württemberg

 

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