Service-Navigation

Suchfunktion

17.10.2018

Pferdegesundheit

Nicht so leicht zu entdecken - die Hirschlausfliege


Massiver Unruhestifter im Pferdefell – die Hirschlausfliege

Foto: I.Holst-STUA Aulendorf

Wenn sich Ihr im Allgemeinen ruhiges Pferd unvermittelt ohne erkennbaren Grund beunruhigend nervös verhält, fast panisch wird, wenn es heftig mit dem Schweif schlägt, die Ohren anlegt und womöglich hinten ausschlägt, dann könnte das an einem kleinen Ektoparasiten liegen, der in dieser herbstlichen Jahreszeit neben Wildtieren auch Pferde befällt und für teilweise heftige Unmutsäußerungen derer sorgt.

Wer dieses Verhalten an seinem Pferd beobachtet und die versteckte Ursache nicht kennt, denkt an Kolik oder andere heftige Schmerzzustände.

Hirschlausfliegen befallen v.a. Wildtiere und vermehren sich in deren Haarkleid. Wenn sie ein Wirtstier angeflogen haben, verlieren sie die Flügel, ernähren sich vom Blut des Wirtstieres und pflanzen sich fort. Die weiblichen Tiere bringen verpuppungsreife Larven zur Welt, die auf den Boden fallen und sich dort verpuppen. Fliegende Hirschlausfliegen kommen vor allem im Hochsommer und im Herbst in Waldnähe vor.

Auf Pferden halten sich die 5-8mm großen Insekten gerne dort auf, wo die Haut dünn ist, etwa im Bereich des Euters oder des Schlauches und sind dort nicht leicht zu entdecken. Ihre Stiche sind schmerzhaft und können sich auch entzünden.

Dr. Klaus Banzhaf

Pferdegesundheitsdienst der Tierseuchenkasse Baden-Württemberg

 

Fußleiste